Altstadtfreunde Lauf an der Pegnitz

Das Alte erhalten - das Neue integrieren

Lauf, 1 Dezember 2016

Spendenübergabe an Pfarrer Hanstein durch die Altstadtfreunde für den Turm der Johanniskirche


Einer guten Tradition folgend überreichten die Altstadtfreunde Lauf Pfarrer Jan-Peter Hanstein eine Spende aus dem Erlös der Turmbesichtigungen des letzten Jahres.

MP-CIMG4774.JPGvon links: Pfarrer Jan-Peter Hanstein, Baldur Strobel
Foto: Altstadtfreunde

Seit 2003 können Besucher die Türmerwohnung im Turm der Johanniskirche besichtigen und anschließend von der Aussichtplattform einen eindrucksvollen Blick über Lauf und die Umgebung genießen. Im Frühjahr dieses Jahres musste die Aussichtsplattform gesperrt werden, da das Geländer aus der Verankerung auszubrechen droht. Die bei Gästen und bei der Laufer Bevölkerung sehr beliebten Führungen fanden deshalb in diesem Jahr nicht statt. Auch das Turmblasen musste eingestellt werden.

BS-Johanniskirche 2.JPG

Bei der Spendenübergabe sprach Pfarrer Jan-Peter Hanstein mit den Altstadtfreunden über die Einmaligkeit des Geländers aus dem Jahre 1690. Es handelt sich um eine barocke Arbeit aus Laufer Waffenstahl. Leider wurde das Geländer vor Jahren bei einer umfassenden Sanierung der Kirche nicht mit berücksichtigt, da es keinen liturgischen Zweck erfüllt. Für die Beseitigung der Schäden und um das Geländer in seiner ursprünglichen Form zu erhalten wurde nun ein Kostenplan erstellt, der sich auf ca. 200 000 € beläuft. Diese Summe wird durch Zuschüsse und Spenden erbrachten werden müssen.

Die Altstadtfreunde Lauf sagten Pfarrer Hanstein sowohl ideelle als auch materielle Unterstützung zu. Im Laufe des kommenden Jahres wollen sie mittels Aktionen bei der Laufer Bevölkerung Spenden sammeln verbunden mit Informationen über den Turm, das Geländer und die Türmerwohnung.

Die Johanniskirche, mit ihrer zentralen Lage, war für die Stadt Lauf und ihre Bevölkerung ein wichtiges Gebäude. Auf dem Turm wohnte und lebte der Türmer mit seiner Familie, der für das Gemeinwohl der Stadt zuständig war. Bei Gefahren, gleich welcher Art, hatte er ein Horn zu blasen und mit einer Fahne bzw. Laterne in die Richtung, aus der die Gefahr kam, zu zeigen. Er blies aber auch vom Turm herab z. B. Choräle und andere Musikbeiträge. Diese historisch interessante Stätte stellt für Lauf ein wirkliches Kleinod dar.

Diese Seite teilen

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung