Altstadtfreunde Lauf an der Pegnitz

Das Alte erhalten - das Neue integrieren

Lauf, im September 2017

Rundbrief Nr. 80

Liebe Altstadtfreunde,

„Klappern gehört zum Handwerk“, so sagt man allemal. Nun haben wir uns „handwerklich“ wirklich nichts vorzuwerfen, doch  „geklappert“ - sprich das Öffnen nach Außen - ist  erst optimal gegeben, seit das Amt „Öffentlichkeitsarbeit“ nun endgültig neu besetzt ist. Jetzt passt’s!  So werden die Pegnitz-Zeitung, die  Mitteilungsblätter „WiP“ und „Mit“, ferner unsere Internet-Seite mit Veranstaltungs-Hinweisen gefüttert, ausführlich über unsere Aktivitäten berichtet und Rückschau gehalten. 

Und um Ihnen einen Überblick über das Vereinsschaffen zu geben, haben wir unsere Image-Broschüre neu aufgelegt. Sie ist bei unseren Veranstaltungen (siehe Termine) erhältlich oder kann über den Kontakt-Button, unten auf dieser Seite, angefordert werden.

Das Doppelblatt (mit Beitrittserklärung!) lässt sich sehr gut an Interessierte zwecks Mitgliederwerbung weitergeben; möchten Sie?! 

Zu diesem Rundbrief gehört auch die Einladung zu unserer diesjährigen
Adventsfahrt am Samstag, 9. Dezember zum Weihnachtsmarkt in Dinkelsbühl.

UNSERE  NEUESTEN  PROJEKTE: 

Einspänn(ig)er- oder Forsthaus, Am Schloss 3
Es gehört in dieser sensiblen Ecke ganz einfach dazu - das denkmalgeschützte, sehr geschichtsträchtige kleine Haus unterhalb des Burgstegs zwischen Spital und Burg gelegen.

Zum Werdegang seiner über 200-jährigen Geschichte und der Namensgebung sei nur so viel gesagt: Hier wohnte einst ein Bediensteter des Pflegamts Lauf, der als Amtsknecht und Polizeidiener fungierte, daneben aber auch als Helfer des Försters und Jägers gebraucht wurde. Für seine Aufgaben hatte er ein Pferd im Anspann, weshalb er auch der „Einspänn(ig)er“ genannt wurde.

Nun ist es so, dass wir über keinerlei Räume verfügen, um unsere vereinseigenen Dinge lagern bzw. Sitzungen oder Treffen abhalten zu können. So freuen wir uns, vom jetzigen Besitzer die Zustimmung für die Nutzung des seit einigen Jahren leer stehenden Hauses für eine begrenzte Zeit  bekommen zu haben.

Bevor wir dieses Kleinod „in Betrieb“ nehmen, ist natürlich einiges zu tun: Grundreinigung - Maler- und Gartenarbeiten.
Wer hat Lust und Liebe unsere bereits schon jetzt fleißig tätigen Ehrenamtlichen zu unterstützen? 

Zweiter Bücherschrank
Zum sehr erfolgreichen Bücherschrank an der Wasserbrücke  möchten wir auch Leseratten links der Pegnitz  eine Möglichkeit zum kostenlosen Schmökern bieten. Von der Stadt bereits genehmigt, werden wir auf der kleinen Park-Anlage vor der Bertleinschule eine ausgediente Telefonzelle aufstellen. Eine preiswertere Variante, die sich von obigem Schrank lediglich optisch unterscheiden wird.  

Unter den Häusern - Entdeckungen am Ostende des Laufer Marktplatzes.
Unter diesem Titel wurde von Monika Pöhlmann und Baldur Strobel eine Broschüre erstellt, mit deren Hilfe man anhand der Bilder und Beschreibungen einen kreativen Gang durch die Keller unter den Häusern Nr. 30 und 31 auf der Marktplatz-Ostseite machen kann. Von ihren Besitzern noch genutzt, sind diese Kostbarkeiten für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.
Diese Broschüre (€ 4.-) kann in der Schleif, im neuen Forsthaus und direkt bei den Verfassern erworben werden.

RÜCKSCHAU 

  • Ins neue Jahr sind wir mit einer neu erstellten Homepage gestartet, die inhaltlich gleich geblieben, doch benutzerfreundlicher gestaltet ist. Die Seiten sind jetzt auch mit Smartphone oder Tablet gut zu lesen.
  • Anfang des Jahres hatten wir wieder die Gewinner des PZ-Weihnachtsrätsels in unseren Felsenkellern zu Gast. Die Begeisterung war echt - waren  doch alle zum ersten Mal im Laufer „Untergrund“.
  • Verschieben ging ja nicht, denn ist Ostern vorbei …. So trotzte am Ostermontag der Altstadtfreunde-Osterhase Kälte und Nässe, um seine Nester in der Altstadt zu verstecken.  Warm eingepackt gingen die Jüngsten auf die Suche - die Freude war, wie immer, groß.
  • Anlässlich unserer  Jahreshauptversammlung Mitte April in der „Post“ konnten wir den zahlreich erschienenen Mitgliedern einen Überblick über ein erfolgreiches vergangenes Geschäftsjahr geben.
  • Erstaunlich viel „Fachpublikum“ kam am Internationalen Museumstag im Mai in unsere Museums-Schleifmühle Reichel.
  • Ein voller Erfolg war unsere traditionelle Schleif-Öffnung zum „Mühlentag“ am Pfingstmontag - erstmals  mit Musik-Begleitung. Das Duo „Autoharp Gruftis“ aus Regenstauf gab auf seinen ungewöhnlichen Instrumenten wie Volksharfe, Autoharp und böhmischem Dudelsack internationale Volksmusik zum Besten. Ein Schmaus nicht nur für die Ohren!
  • Der Brunnen vor dem Postamt hat natürlich auch mal wieder gestreikt; ein herzliches „Danke“ an Haustechnik Bernd Birkmann für die prompte und, wie immer, gespendete Reparatur!
  • Ziel unseres Jahresausflugs war diesmal ein Gegenbesuch beim „großen Bruder“, den Altstadtfreunden Nürnberg. Von Herrn Enderle persönlich geführt, was wir natürlich sehr zu schätzen wussten, bekamen wir aus „erster Hand“ Imposantes und auch kleine Details aus der Nürnberger Altstadt zu sehen, an denen man sonst vorbei gehen würde. Jedenfalls war es ein interessanter, informativer Nachmittag!
  • In Doppelfunktion als Fluchtweg und zweiten Ausgang bei Führungen zu nutzen, zudem ein Hingucker - so konnten wir pünktlich zum Altstadtfest  eine renovierte 40-stufige Treppe einweihen. Nach alter Art mit Eichenbohlen belegt und absolut benutzerfreundlich führt sie aus den Felsenkellern in das Hinterhaus des Markt-Cafès.
  • Unter dem Motto „Kunst in den Kellern“ stellten zeitgleich die Mitglieder des Laufer Künstler-kreises ihre Werke aus.  So wurden die Keller für ein Wochenende zur viel bestaunten Galerie.  
  • Abgerundet von der Abendstimmung und der wunderbaren Kulisse des Laufer Spitalshofs konnten die Darbietungen des  „Harmonika Orchesters Hersbruck“ und  „Esembles Foyal“ als ein ganz besonderes Erlebnis bezeichnet werden. Die auch den letzten Stuhl besetzenden Zuhörer waren begeistert und dementsprechend fiel auch der Beifall aus!   
  • Im Zuge der Schüler-Ferienbetreuung hatten wir auch diesmal wieder unsere Felsenkeller zum Abenteuerspielplatz umfunktioniert, eine andere Gruppe durfte unter professioneller Anleitung Glasbilder gestalten.
  • Die kalte Jahreszeit ausgespart, veranstalten wir für die Öffentlichkeit einmal im Monat Führungen auf den Turm der Johanniskirche, deren finanzielles Ergebnis wir mit der Kirche teilen. Nun war in diesem Jahr der Turm  zwecks Sanierungsarbeiten geschlossen  und doch wollten wir den gewohnten Betrag übergeben. So beschloss man,  am  „Tag des offenen Denkmals“ zusätzlich zur geöffneten „Schleif“ einen Flohmarkt abzuhalten. Der Wettergott war gnädig und so konnten wir mit  400.- € abschließen, welche inzwischen der Kirche zur Turmsanierung zur Verfügung stehen.
  • Schleif-Öffnung zur Hämmernkirchweih: gut besucht, was in der Hauptsache dem sonnigen, warmen Tag zu danken war.
  • Nach wie vor stehen natürlich unsere Ehrenamtlichen zu den Routine-Öffnungen in der Schleif und in den Felsenkellern parat und halten bestellte Führungen ab.

REST- TERMINE  für 2017 siehe Seite „Termine“

STAMMTISCHE ,  jeweils ab 19:00 Uhr 

Mittwoch    04. Okt.: Atli, Nürnberger Tor
Montag        06. Nov.: „Zur Linde“ (Wollner) Neunkirchener Str. 6 /Lauf-Heuchling
Dienstag      05. Dez.: Markt Cafè, Marktplatz 8 

Alle Termine können über unsere Homepage aufgerufen werden, sind im Schaukasten neben Hotel „Schwarzer Bär“ Marktplatz zu finden und werden zusätzlich in der lokalen Presse veröffentlicht. 

Unsere derzeitige „Frau Kassier“ würde gern ihr Amt abgeben, da sie zum einen schon seit einiger Zeit in München wohnt, zum andern beruflich sehr eingespannt ist. Wer von Ihnen wäre persönlich dazu bereit, oder kennt jemanden, der dieses Amt übernehmen würde? 

Zum Schluss des offiziellen Teils noch herzliche Grüße nach Bergisch Gladbach. Der ehemalige „Müller“ aus dem Industrie Museum war zu Besuch - auf den Monat genau 25 Jahre nach seinem Eintritt bei uns Altstadtfreunden. Sehr gern haben wir ihn durch unsere Vorzeigeobjekte geführt, nicht nur wohlwissend, dass auch seine Mitgliedsbeiträge hier eingeflossen sind!


Schwalben.jpg

Mehlschwalben-Fertig-Nester

Es ist leider so - unsere einheimischen Singvögel machen sich rar. Futtermangel? Hier trifft es vor allem die Schwalben mit ihrer Spezialisierung auf fliegende Insekten. Auch der Nestbau macht Probleme, geht das Baumaterial „Lehm“ mit dem modernen glatten Fassaden-Putz keine Verbindung ein.

Doch dank meiner - schon vor Jahren - angebrachten Fertig-Nester bleibt zumindest sechs Elternpaaren das  „Häuslebauen“ erspart. Naja, so ganz uneigennützig war's nicht. Die Kinderstuben sind so platziert, dass ich bei geschlossenem Küchenfenster zumindest das äußerste voll im Blick habe. Denn Fensteröffnen mögen sie  nicht - so lass‘ ich auch das Putzen sein. Beim Rasenmähen: - was sag‘n denn sonst die Leut? - fürcht‘ ich um meine Ohren, so dicht fliegen sie dran vorbei!

Inzwischen ist die Großfamilie in Richtung Afrika unterwegs. Und was tu‘ ich? Mit Bürste und Teleskopstab rück‘ ich den „Bätzle“ unter den Nestern zu Leibe. Klar werd‘  ich als kleine gegenständliche Erinnerung ein paar „übersehen“! A bisserl spinnert - aber wenn's hilft?!

Auf ein weiterhin gutes Miteinander und mit herzlichen Grüßen

Ihre

Betty Riffelmacher

Schriftführerin

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