Altstadtfreunde Lauf an der Pegnitz

Das Alte erhalten - das Neue integrieren

Altstadtfreunde besuchen das Klosterdorf Engelthal

Samstag, 06. April 2019

FZ190406-Engelthal04.JPGHeiner Liebel

Der Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung der Klostermauer, Heiner Liebel, gekleidet als Nürnberger Landsknecht, begrüßte die Besucher aus Lauf in der teilrenovierten Willibaldskapelle, die schon zwischen 1057 und 1060 geweiht wurde. Dort und auch anschließend in der Johanniskirche gab es Interessantes aus der Geschichte des 1100 Einwohner Dorfes, in dem noch immer die Grundstrukturen des bereits 1565 aufgelösten Frauenklosters erkennbar sind.

Die Dominikanerinnen waren der Armut verpflichtet und durften z. B. in der Kirche nicht gesehen werden. Deshalb gab es im rückwärtigen Teil des Gotteshauses eine Trennwand und einen separaten Eingang für sie.

FZ190406-Engelthal15.JPGKirchhof

Nach dem Aufenthalt in der doch recht kühlen Johanniskirche ging es draußen bei herrlichem Sonnenschein weiter. Heiner Liebel führte uns durch das Klosterdorf und zu den noch erhaltenen Gebäuden. Zum Schluss zeigte er uns die zerstörte Klostermauer, die sein Verein zum Teil bereits wieder restaurieren konnte.

Am Ende der Tour erwartete das Weiße Lamm in Engelthal die Altstadtfreunde zu einer Brotzeit.

 

Weitere Bilder zum Anklicken

Stich Engelthal2.jpg

Informationen zum Kloster Engelthal

Die Gründung des Klosters Engelthal geht auf eine Schenkung des Ministerialen Ulrich II von Königstein zurück. Er bot einer geflüchteten Frauengruppe um Adelheid Rotterin (sog. Beghinen) in seinem Meierhof zu Engelschalkesdorf bei Swinach (heute Engelthal) eine behelfsmäßige Unterkunft an. Als sein einziger männlicher Nachkomme in der Nähe des Ortes vom Pferd stürzte und tödlich verunglückte, schenkte er seinen gesamten Besitz im Dorf Swinach den Frauen und so wurde in der Folge das Kloster Engelthal, ein Dominikanerinnenkloster, gegründet.

Der Ruf des Klosters verbreitete sich rasch und 1350 besuchte Kaiser Karl IV das Kloster und erbat Segen und Rat bei der Nonne und Mystikerin Christine Ebner. Das Kloster bestand bis 1565, in diesem Jahr übergaben die letzten beiden Nonnen den Besitz der Stadt Nürnberg.

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