Altstadtfreunde Lauf an der Pegnitz

Das Alte erhalten - das Neue integrieren

Lauf, im Oktober 2019

Rundbrief Nr. 84

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Liebe Altstadtfreunde,

es kann ja aus dem Vollen geschöpft werden und so ist es mir ein Leichtes und natürlich eine Freude, Ihnen einiges aus dem Vereinsgeschehen zu berichten. In der Hauptsache soll es eine Rückschau sein. Neue Projekte, die zum Teil noch in Arbeit sind, würden wir Ihnen gerne, zusammen mit dem Jahresprogramm, im Januar-Rundbrief vorstellen.

Zum Auftakt dann gleich unser aktueller Mitgliederstand: seit Januar konnten wir stolze 17 neue Mitglieder gewinnen, abzüglich 1 Kündigung, so dass wir nun offiziell 269 Mitglieder zählen können. Schön, dass alle Neulinge über E-Mail zu erreichen sind und uns erlauben, ihre jeweiligen Mitgliedsbeiträge per Bank einzuziehen.

Dann unser diesjähriger Weihnachtsausflug:

Samstag 30. November 2019 fahren wir zum
   Weihnachtsmarkt in Coburg.
   Die Einladung dazu, mit allen Einzelheiten, finden Sie hier.

Und es gibt weitere Termine im Forsthaus, Schloßstr. 3:

Freitag 29. November 2019, 18:00 Uhr „Schlachtschüssel“
   Da hier etwas disponiert  werden müsste, bitten wir um Anmeldung unter:
   Tel.:  09123/2613 Betty Riffelmacher   o d e r   über den Kontakt-Button unten auf dieser Seite.

Sonntag 01. Dezember 2019, 15:00 - 17:00 Uhr „Advent im Försterhaus“
   mit Verkauf unseres Weihnachts-Büchleins „Von alter Sitt‘ und Brauch“, dazu Glühwein und Lebkuchen.

Samstag 07. Dezember 2019, 15:00 - 17:00 Uhr „Advent im Försterhaus“
   mit Adventsgeschichten, Glühwein und Plätzchen, Musik und Verkauf unseres Weihnachts-Büchleins „Von alter Sitt‘ und Brauch“.

Zu allen Veranstaltungen laden wir herzlich ein!


Rückschau:

PZ Weihnachtsrätsel: Gleich zu Jahresanfang konnte wir wieder den Gewinnern des PZ Weihnachtsrätsels unsere Felsenkeller zeigen und sie dank der Spenden von Metzgerei Weber bzw. Brauerei Dreykorn zu einer zünftigen Brotzeit einladen. Und wie immer, waren es angenehme und begeisterte Gäste!

Forsthaus als Filmkulisse: Für ihren Kurzfilm im Modul „Film und Animation“ an der Technischen Hochschule Nürnberg hatten sich drei Designstudentinnen unser Domizil als historische Kulisse ausgedacht. Dieser Film wurde später im Cinecitta in Nürnberg präsentiert.

Osternester-Aktion: Sonnenschein und angenehm warm - der Osterhase in Gestalt unserer Aktiven kam beim Nester-Verstecken in der Altstadt richtig ins Schwitzen! Der Lohn waren strahlende Kinderaugen und ein vielstimmiges „Danke“ - bis zum nächsten Jahr!

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Jahreshauptversammlung: Vorsitzender Baldur Strobel konnte auch diesmal wieder zahlreiche Mitglieder begrüßen und - natürlich nur Positives - aus dem Vereinsgeschehen berichten. Großes Interesse fand der Computer-Vortrag unseres neuen Kassiers über die stabile finanzielle Lage unseres Vereins.

Vogel-Nistkästen im Garten des Försterhauses: Nieselregen und Kühle hielten unsere Unentwegten nicht davon ab, grad noch rechtzeitig zur Brutzeit die Behausungen für unsere gefiederten Freunde aufzuhängen. Gut, dass man derzeit nicht wusste, dass nur ein Teil davon angenommen wird! Doch wer nicht will, der hat schon. Zaunkönig und Rotkehlchen sind uns jedenfalls treu geblieben, wenn auch in selbstgebauten Nestern.

Mühlentag am Pfingstmontag: Der Wettergott war guter Laune, was natürlich auf uns und unsere Besucher in der Museums-Schleifmühle Reichel abgefärbt hat. Ein ganz dickes, herzliches „Danke“ den drei „Autoharp-Grufties“, die mit ihren Darbietungen auf ihren historischen Instrumenten alledem einen besonderen Rahmen gegeben haben.

Neues Schild Salvatorfriedhof: Das in die Jahre gekommene, zeitweise verschollene Hinweisschild wurde entsprechend aktualisiert und, zusammen mit Vertretern der Stadt und der evangelischen Kirchengemeinde, an seinen angestammten Platz gesetzt.

Altstadtfest: Wir hatten wieder Kellerführungen angeboten, deren Besucherzahl sich, aufgrund der Nachmittags-Hitze, in Grenzen hielt. Ähnlich rege besucht war die „Kunst im Untergrund“ des Laufer Künstlerkreises.

Flohmarkt im Försterhaus zugunsten des „Laufer Kinderfonds“: Der Wettergott war einverstanden, so dass die Raritäten dekorativ im Garten präsentiert werden konnten, dazu Kaffeehausmusik von Virtuosen aus der Städtischen Sing- und Musikschule Lauf.  Ein wunderschöner, ereignisreicher Nachmittag.
Inzwischen konnte der Verkaufs-Erlös in Höhe von € 1.000 - zu treuen Händen über Bürgermeister Bisping - dem Fond übergeben werden.

Forsthaus: Von Vereinsmitglied Wolfgang Pöhlmann wurde ein, mit einfachen Mitteln herzustellender, Ofen mit Rauchabzug entworfen und gebaut. Er kann die primitiven Feuerstellen im Hochland von Ecuador ersetzen. Die Öffentlichkeit war in den Garten des Forsthauses eingeladen, den Prototyp zu besichtigen und in Aktion zu sehen.

Ferienprogramm: Im Rahmen des Ferienprogramms des Kreisjugendrings hatten wir auch die Schulkinder in den Garten des Forsthauses eingeladen, um diesen Herd zu bestaunen und, unter Anleitung, zu kochen wie zu Urgroßmutters Zeiten, natürlich mit Gewürzen aus unserem Wurzgärtchen. Das Endergebnis waren strahlende Gesichter auf beiden Seiten!
Eine weitere Einladung für die Kinder und Blick in die Vergangenheit war die Führung durch die Felsenkeller unter dem Marktplatz. Abenteuer pur und Fragen wie „macht Ihr das nächstes Jahr wieder?“

Spanferkel-Essen im Garten des Forsthauses: Ein sehr gelungener Beitrag zum gesellschaftlichen Teil des Vereinslebens. Der Chef persönlich samt seinem gleichrangigen Helfer bedienten den Elektro-Grill, um anschließend die knusprige Köstlichkeit gekonnt und gerecht an die hungrigen Vereinsmitglieder zu verteilen. Ein Dank den „Köchen“ und natürlich allen Helfern. Es war ein total gelungener Abend!

Tag des offenen Denkmals: Auch diesmal war es so - hier kamen „Fachleute“ gezielt in unsere Museums-Schleifmühle Reichel.
Als vorerst einmalig, konnten wir Führungen durch das Glockengießer-Spital (Pfründnerhaus), sowie die St. Leonhards-Ruine mit der Gruft des Stifter-Ehepaares Keßler anbieten.
In Vorbereitung der Führung und überhaupt, werden wir die Pflege der Gruft des Ehepaares Keßler übernehmen. Von Efeu total überwuchert, war einiges an Kraft nötig, um den historischen Grabstein freizulegen und wieder sichtbar zu machen.

Hämmernkirchweih: Vergangenes Jahr „ins Wasser gefallen“, machte der Wettergott diesmal alles wieder gut. Auch wir in unserer Schleifmühle kamen zum Zug - mehr als erwartet schauten die Festgäste bei uns rein.

Turmbesteigung Johanniskirche: Ein wirklich gelungener Wurf! Aufgrund unserer „flächendeckenden“ Bekanntmachungen kommen die Besucher gezielt zu unseren Öffnungszeiten an den 1. Samstagen in den Monaten Mai bis Oktober. Eintritt erheben wir nicht, freuen uns jedoch über eine Spende und zwar beim Runterkommen, da es erfahrungsgemäß vom Begeisterungsgrad abhängt, ob es in der Spendenbox „klimpert“ oder „raschelt“!
Im Rahmen der Turmbesteigung fungieren die Laufer Musikvereine nebst der Bläsergruppe aus Schönberg als „Turmbläser“. Von den Zuhörern am Marktplatz freudig beklatscht, tönten kürzlich die Haberloher mit ihrem „Hans bleib dou du wast ja net wie’s Weder wäd“, bei Windstille, bis zum Parkplatz Pegnitzwiesen!

Felsenkeller: Hier ist ständig in die Sicherheit unserer Besucher zu investieren; so war eine marode Treppe zu erneuern. Und wie nicht anders zu erwarten, stellt die Feuchtigkeit unser größtes Problem dar. So sind die als „feuchtigkeitsresistent“ angepriesenen Leuchtmittel, Stück für Stück gegen Fabrikate auszutauschen, die nicht nur versprechen, diesen Extrembedingungen Stand zu halten. Wir werden sehen!

Brunnenschacht wieder sauber: Um zumindest einen Felsenkeller-Brunnen von oben her einsehbar zu machen, verpassten wir dem Brunnenschacht im Dreykorn-Keller eine stabile Glaspatte. Vorher im Dunkeln, fiel nun Licht ein und ließ jede Menge Grünes an den Schachträndern sprießen, welches die Sicht in den Untergrund behinderte.
Ein gutes Geschick führte uns zu Felix Melzer, einem passionierten Kletterer, der sicher und gekonnt von unten nach oben den Brunnenschacht von Farnen und Co. befreite. Nun kann, von der Rückseite des Bettenhauses Karsten aus, wieder ungehindert in die Tiefe geschaut werden.  

Lauf an der Burgenstraße: Hierzu haben wir unseren Beitrag geleistet; Vereinsmitglieder führen an Sonntagen durch die Burg und wir können den Besuchern Führungen etc. anbieten.

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Weitere Verwendung der derzeit leerstehenden Räume des Glockengießerspitals: Die Stiftungsrechtlichen Fragen sind erfüllt - das Gebäude darf kulturell genutzt werden. Anlässlich eines Treffens am Runden Tisch mit Bürgermeister Bisping / Stadträten / Hist. Verein sowie Bürgertreff sagten wir zu, uns mit Vorschlägen und Überlegungen einzubringen, damit dieses historische Kleinod in Zukunft optimal genutzt werden kann.

Führung durch das Klosterdorf Engelthal: Das ehemalige Kloster und der „Verein zur Erhaltung der Klostermauer“ - ein Glück für Engelthal! Wurde das Dominikanerinnen-Kloster auch bereits 1565 aufgelassen und an die Stadt Nürnberg übergeben, so sind noch heute Grundstrukturen erkennbar und Gebäude erhalten, die von der einstigen Größe der Anlage erzählen. Hier ein herzlicher Dank an Vereinsvorsitzenden Heiner Liebel für die, mit viel Liebe und Fachwissen geleitete Führung. Beim abschließenden Zusammensein im „Lamm“ wurde noch viel diskutiert und es war klar - man sieht unseren schönen Nachbar-Ort nun aus einem ganz anderen Blickwinkel!

Ausflug nach Bayreuth: Meinem kurz vorher gebrochenen Arm wollte ich noch etwas Ruhe gönnen und so „ließ“ ich reisen. Von den Temperaturen her passte es, zumindest das hab‘ ich von meiner Warte aus mitgekriegt. Und die Teilnehmerliste hat mir verraten, dass der „harte Kern“ unserer Hersbrucker Kollegen wieder dabei ist; schade, Euch verpasst zu haben! Mit Reinhard Fischer als verlässlichem Fahrer und Ehefrau Heike als Super-Organisatorin, bewegte man sich in Richtung Bayreuth, um auf den Spuren von Markgraf Georg Wilhelm und vor allem Markgräfin Wilhelmine, die Stadt zu erkunden.
Der erste Halt galt der „Eremitage“ im Stadtteil „Johannis“, eine historische Parkanlage, die sich rühmen kann, zu den schönsten Barockgärten Deutschlands zu zählen. Dort ließ man sich durch die Räumlichkeiten im „Alten Schloss“ führen, das von Markgraf Georg Wilhelm ab 1715 als Sommerschloss erbaut wurde.

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Die Mittagszeit konnte jeder nach eigenem Ermessen im Stadt-Zentrum verbringen, mit der Maßgabe, sich 13:30 Uhr am zentral gelegenen „Markgräflichen Opernhaus“ einzufinden. Das war der Höhepunkt des Tages - zu Recht in die Liste als UNESO-Weltkulturerbe eingetragen. Eine einzigartige historisch-goldene Pracht!

Nicht prunkvoll, eher gruselig-interessant gings in den Museums-Felsenkellern der Bayreuther Brauerei zu.  Man verglich sie mit unseren eigenen und stellte fest - jede Anlage hat ihren besonderen Reiz. Letztendlich noch der obligatorische „Einkehrschwung“, im Hirschbachtal, wo bei Rehbraten und Kotelett noch nett geplaudert wurde, um dann, satt und zufrieden, heimwärts zu trullern.

Exkursion zum Rochus- und Militärfriedhof in Nürnberg: Exkursion in einen Friedhof? Es war ja der „Rochus“, der älteste Friedhof von Nürnberg!
Im Jahre 1518 erbaut, um die Toten aus der Pest-Epidemie beisetzten zu können, die aus Hygienegründen nicht innerhalb der Stadtmauern verbleiben durften. Herr Heidebroek, ein Mitarbeiter des Vereins „Geschichte für Alle e.V.“, nutzte sein enormes Fachwissen, um uns die Geschichte dieses Kleinods nahezubringen und „übersetzte“ Texte und bildhafte Symbole auf den kunstvollen erzgegossenen Epitaphien, von denen einige Geschichten von Menschen erzählen, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Tor an Tor gings dann zum alten Militärfriedhof. Unterschiedlicher konnte es nicht sein: einmal mit Blumenschmuck und exakt ausgerichteten, liegenden Sandstein-Grabplatten und hier die glatte Grasfläche mit verstreut aufgestellten, in Form und Höhe fast einheitlichen, kleinen Steinplatten bzw. -kreuzen. Doch auch hier kam uns das Wissen von Herrn Heidebroek zugute, der uns nicht nur mit trockenen Daten vollstopfte, sondern interessant aus der Geschichte des Ersten Weltkriegs zu erzählen wusste, als Nürnberg noch Garnisonsstadt war und dieses Areal zum Friedhof für verstorbene Soldaten wurde.
Nach beinah‘ 3 Stunden kam man zum Schluss. Nicht ohne ein dickes „Danke“ für die interessanten Ausführungen zu sagen, löste sich die Gruppe auf. Die einen zog‘s zum Altstadtfest, die andern fuhren so zurück, wie sie hergekommen waren: umweltschonend und ohne Parkplatzprobleme, mit U- und S-Bahn!


Die kleinen Freuden des Lebens…

 „Ob eine schwarze Katze Unglück bringt hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus“! Na und diese schwarze Schöne hält sich sowieso aus allem raus! Wo? In der Bahnhofstraße Lauf rechts. Und soll ich‘s sagen? Unterwegs zum Parken hab‘ ich sogar für sie gebremst!
Ausgestiegen und zurück: was ist das - ein Wegelagerer? Hab mich vor Lachen fast nicht mehr eingekriegt! Seitdem zieht’s mich immer wieder zu den Beiden - sag‘ auch den Laufer Originalen auf dem Postbrunnen „grüß Euch“ und bin sicher: Das sind sie, die kleinen und doch so großen Freuden des Lebens!

Mit herzlichen Grüßen und - bleiben Sie dem Verein wohlgesonnen!

Ihre
Betty Riffelmacher
Schriftführerin

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