Altstadtfreunde Lauf an der Pegnitz

Das Alte erhalten - das Neue integrieren

Lauf, im Januar 2020

Rundbrief Nr. 85

 

Liebe Altstadtfreunde,

zu allererst darf ich Ihnen die Grüße der Vorstandschaft überbringen. Wir hoffen, Sie hatten einen guten Start ins neue Jahr. So wünschen wir Ihnen weiterhin Glück und Zufriedenheit, Freude an all‘ Ihren Unternehmungen und vor allen Dingen gute Gesundheit.

Einladungen

Samstag, 14. März 2020, 14.00 Uhr
    Führung durch das Stadtmuseum Conradtyhaus, Mühlgasse 1, Röthenbach
    Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte dieser Seite.

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Dienstag, 07. April 2020, 19.00 Uhr
    Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstands
    Hotel Post, Friedensplatz 8, Lauf
    Die offizielle Einladung gibt es hier.

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Samstag, 11. Juli 2020
    Sommerausflug nach Kleintettau, Am Rennsteig,
    mit Besichtigung des Flakon Glasmuseums und Tropenhauses Klein-Eden
    Auch diese Einladung mit Einzelheiten finden Sie auf dieser Website.

Alle weiteren Aktionen entnehmen Sie bitte unserem Jahresprogramm.

Hinweis -- Änderung zum gedruckten Jahresprogramm: 
Die vom Archiv für das Keßler-Jahr geplante Ausstellung mit Eröffnung am 09. Mai 2020 wird in den Herbst verschoben. Den genauen Eröffnungstermin und den Zeitraum der Ausstellung entnehmen Sie bitte der Presse oder unserer Homepage.

Anschluss an unseren Oktober-Rundbrief:

Unseren Mitgliederstand konnten wir auf aktuell 274 erweitern.

Leider haben wir langjährige Vereinsmitglieder zu betrauern.
Im November bzw. Dezember verstarben unsere Gründungsmitglieder Friedrich Füg und Hans Heller. Ebenfalls im Dezember mussten wir uns von Philipp Sydenham verabschieden.

Wir werden allen unseren Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren.

Goldene Bürgermedaille für Baldur Strobel

Der Saal samt der Burg - alles „Kaiser“ - wir Laufer haben’s ja! Für diesen besonderen Anlass war es jedenfalls der passende Rahmen. Doch der Reihe nach:

Die verwaiste Schleifmühle Reichel hatte man schon länger im Visier; Hermann Häffner führte bereits durch seinen Felsenkeller und Hinweisschilder an markanten Gebäuden gab es auch schon. Doch erst als Baldur Strobel die Spitze der Altstadtfreunde übernahm, kam das Ganze so recht ins Rollen. Er hatte „Visionen“ und sprühte vor Ideen; vor allem aber war bald ein Kreis von Idealisten um ihn, die sich von seinem Tatendrang nur zu gern „anstecken“ ließen!

So konnten die Aufgaben zwar auf etliche Schultern verteilt werden, doch die Hauptlast hatte die Nummer Eins zu tragen. Gespräche mit dem Denkmalschutz, den Behörden, Sponsoren und Handwerkern waren zu führen, die Verhandlungsgeschick und Geduld erforderten. Kurzum - es ging ständig bergauf; ein Projekt folgte dem anderen.

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Dies alles und noch Vieles mehr kamen im „Kaisersaal“ zur Sprache. Doch wurden keine leeren Lobeshymen „gesungen“, sprechen doch die Tatsachen für sich:  Baldur Strobel hat mit „seinen“ Altstadtfreunden in unserem schönen Lauf-an-der-Pegnitz Akzente gesetzt, die wohl kaum zu übersehen sind!

Und als ihm Bürgermeister Bisping in Anwesenheit von viel Prominenz und genauso vielen Altstadtfreunden die Goldene Bürgermedaille überreichte, bedankte sich der Geehrte und gab seiner Freude Ausdruck, dass er die Lobesreden, im Gegensatz zu manch anderen, noch zu seinen Lebzeiten erfahren durfte!

Advent im Försterhaus

Im Dezember hatten wir zu zwei stimmungsvollen Nachmittagen eingeladen. Bei Plätzchen und Glühwein trugen unsere „Christkinder“ Adventsgeschichten vor, wunderschönen Klängen auf der Veh-Harfe konnte man lauschen und unser Büchlein „Von alter Sitt‘ und Brauch“ lag zum Kauf bereit.

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Unser neuestes Projekt

700. Geburtstag Hermann Keßler

Das Glockengießerspital - bis zum heutigen Tag ein großes Glück für Lauf. Doch sollte man’s der Öffentlichkeit mal wieder ins Gedächtnis rufen?

Der Gründer dieses Kleinods, Hermann Keßler, könnte in diesem Jahr seinen „besonderen“ Geburtstag begehen und das werden wir gebührend feiern! Ob Ausstellungen - Lesungen - Gottesdienst - Konzerte - bis hin zur „Kirchweih“ im September, in den historischen Gemäuern wird es allerhand Aktivitäten geben.

Doch als Vorbereitung und überhaupt, hatten wir uns im vergangenen Jahr die Grablege des Gründerehepaares in der Kirchenruine St. Leonhard vorgenommen, deren Grabplatte völlig mit Efeu überwuchert war. Harte Arbeitsstunden waren nötig, um den Efeu total zu entfernen und ringsum Erde abzutragen, so dass nun die profilierte Auflage des Gruftsteins wieder voll zur Geltung kommt.

Zwei Eintiefungen im Gruftstein zeigen die Stellen, in welchen metallene Platten eingesetzt waren, die im Laufe der Zeit verlorengegangen sind.

Und so haben wir beschlossen, dem grauen Sandstein neue Epitaphien zu spenden. In Zusammenarbeit mit Archivarin Dr. Ina Schönwald wurde eine Kunstgießerei beauftragt, uns Entwürfe für einen Bronzeguss des Wappens des Stifterehepaares Hermann und Elisabeth Keßler, sowie einer separaten Stiftertafel, zukommen zu lassen. Nach endgültiger Absegnung durch die Stadt Lauf und der Unteren Denkmalschutzbehörde werden wir diese Kunstwerke - natürlich in entsprechendem Rahmen - ihrer Bestimmung übergeben.

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Ausflug zum Coburger Weihnachtsmarkt

Der Wettergott war bestens drauf, was natürlich auf die Ausflügler abfärbte. Und mir gings besonders gut, saß auf einem der vordersten Plätze; zudem Reinhard Fischer als Fahrer - nur Fliegen wär‘ noch schöner gewesen!

Die Eingangsstufen des Stadttheaters zum obligatorischen Gruppenfoto nutzend, gings zügig weiter zum weihnachtlichen Geschehen und - den Coburger Bratwürsten! Kulinarisch super - logistisch ein Problem; wippen dir doch 30 Zentimeter Wurst aus dem „Weggla“ entgegen. Hast das eine Ende „g‘schnappt“, trieft’s aus dem andern heiß und fettig auf die Jacke!

Die Fahrt war als Gegenbesuch zu den Coburger Altstadtfreunden gedacht mit Stadtrundgang und so. Doch versehen in Coburg grundsätzlich offizielle Stadtführer diesen Dienst, was das Treffen mit unseren Kollegen etwas zu kurz kommen ließ.

So führten uns drei Damen, sehr freundlich und kompetent, durch die geschichtsträchtige Altstadt. Glücklicherweise wurde Coburg im vergangenen Krieg nicht zerstört, so dass viele der historischen Baudenkmäler in bestem Zustand erhalten geblieben sind. Und natürlich erzählte man ganz stolz von den noch immer guten Beziehungen zum englischen Königshaus.  

Die Kirche St. Moritz bildete den guten Schluss; hier standen auch schon Oberbürgermeister Norbert Tessmer samt einer Abordnung der Coburger Altstadtfreunde zum „Stehkonvent“ parat.

Inzwischen war es dunkel geworden. Die Füße jammerten, doch gab’s kein Erbarmen, die Budenstadt war viel zu schön! Ein einziges Glitzern und Leuchten, inmitten von gepflegten, zum Teil sehr alten Gebäuden, rund um den Marktplatz.

Hier ein ganz dickes „Danke“ an Heike Fischer für die wieder bestens organisierte Fahrt. Sie hatte ja auch die Plätze im Hofbräuhaus reserviert, wo wir den Tag schön ausklingen ließen.

Heimwärts hingen jedenfalls alle glücklich und erstaunlich „sprachlos“ in ihren Sitzen; eine Wohltat für die Ohren, vergleicht man’s mit dem Vormittag! 


Hanns guck - in - die Luft
(aus „Struwwelpeter“ von Dr. Heinrich Hoffmann anno 1858)

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„Schau auf dein‘ Weg“ schimpfte Mama, waren mal wieder meine aufgeschürften Knie zu verarzten.

Liebe Mama auf Deiner „Hohen Warte“:  Grund zum Grummeln hättest heut‘ mehr denn je. Doch schick‘ Deine Botschaft den „Handyguckern“ aufs Smartphon, sonst war all‘ Deine Mühe vergebens!

Mit herzlichen Grüßen und - bleiben Sie dem Verein wohlgesonnen!

Ihre

Betty Riffelmacher
Schriftführerin

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